Unsere Kooperationen

Sympatex hat die Entscheidung getroffen, sich erst zufrieden zu geben, wenn Funktionsbekleidung zu 100% aus einem geschlossenen Kreislauf stammt. Das können wir nur gemeinsam schaffen.

Das Sympathy LabTM bietet den Rahmen für diese Zusammenarbeit. Es wurde auf Initiative von Sympatex gegründet – als Start-up mit 30 Jahren Erfahrung. Mit dem Sympathy LabTM haben wir einen Raum für engagierte Partnerschaften geschaffen, um in einem schrittweisen Prozess gemeinsam den Textilkreislauf zu schließen.

Sympatex ist Partner von wear2wear. Für diese innovative Industriepartnerschaft haben sich fünf kompetente Partner in Europa zusammengeschlossen und decken den gesamten Recycling-Kreislauf ab. Das nachhaltige wear2wear Konzept ist ein Synonym für hochwertige, verantwortungsvolle Bekleidung. Auf modernsten Produktionsanlagen werden aus Textilfasern von gebrauchten Kleidungsstücken in Europa neue Funktionstextilien produziert. Diese erfüllen je nach Einsatzgebiet hohe Anforderungen wie etwa Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität, Schutz und Komfort. Damit sich der Rohstoffkreislauf wieder schließt, können diese Textilien am Ende ihres Lebenszyklus erneut vollständig recycelt werden. Im Herbst 2017 haben es die Partner geschafft, aus alten Funktionstextilien ein hochwertiges neues Produkt zur A+A (Arbeitsschutzmesse) vorzustellen.

„Green Deal“: Schulterschluss zwischen wear2wear und Frankreichs Recycling-Projekt FRIVEP. Gegenstand der Kooperation ist es, weitreichende Synergien zwischen wear2wear und FRIVEP (Filière pour le Réemploi et Recyclage des Vêtements Professionnels) zu entwickeln, um gebrauchte Polyestergewebe werterhaltend zurück in den Textilkreislauf zu bringen. Während der ersten 15-monatigen Pilotphase, welche im Herbst 2018 startete, sammeln die französische Post, französische Bahn (SNCF), die Stadt Paris sowie die Gendarmerie mehr als 20 Tonnen Bekleidung. Ziel ist es, den größten Teil der textilen Rohstoffe erneut wieder im Funktionsbekleidungsbereich zu verwenden.

In unserer Branche predigt man seit jeher Naturverbundenheit. Forderungen nach einer nachhaltigeren Textilindustrie werden gleichzeitig immer lauter. In den vergangenen Jahren ist vieles vorangetrieben worden – vom Start der Eliminierung von Fluorcarbonen aus der DWR der Obermaterialien über den breiten Ausbau von Recyclingkonzepten, bis hin einer breiten Selbstverpflichtung zum Klimaschutz bei COP24.

Wir als Industrie sind Teil des weltweiten Mikroplastikproblems und Mitverursacher der menschengemachten Verschmutzung in der Umwelt und den Gewässern – mit noch nicht absehbaren Folgen für Tier und Mensch. Jedoch haben wir bis dato keine eineindeutigen Informationen über die tatsächliche Größe des Problems und noch keine klaren Lösungen entwickelt, damit weder über Abrieb bei der Nutzung, noch über Waschprozesse der Funktionstextilien der Abgang von Mikroplastik in den Wasserkreislauf verhindert werden kann. Als aktueller Vorreiter im Bereich der ökologischen Funktionstextilien möchte Sympatex auch hier zu den ersten in der Branche gehören, die das Thema ernsthaft und zügig vorantreiben. Das Münchner Unternehmen engagiert sich daher in verschiedenen Partnerschaften mit staatlichen und nicht staatlichen Organisationen wie etwa NGOs und Forschungsinstituten, um eine zügige Aufklärung der Ursachen von Mikroplastik insbesondere im textilen Bereich zu erreichen. Dabei geht es speziell auch um die Zielsetzung, mithilfe von Datenerhebungen Lösungsansätze zu gewinnen, um das Entstehen von Mikroplastik künftig direkt an ihrer Quelle zu bekämpfen. Sympatex kooperiert mit Plastic Soup Foundation, PlanetCare, dem italienischen Institut IPCB-CNR und dem Plastic Leak Project, einer Initiative der Unternehmensberatung Quantis und EA.

Sympatex ist Mitglied der Sustainable Apparel Coalition (SAC). Bereits im Frühjahr 2015 ist Sympatex der SAC beigetreten und hat sich so über 150 globalen Marken, Einzelhändlern und Herstellern sowie Regierungs-, Non-Profit-, Umwelt- und akademischen Organisationen angeschlossen, um sich gemeinsam dafür einzusetzen, die Lieferkette in der Bekleidungs- und Schuhindustrie nachhaltig zu verbessern. Die SAC bietet verschiedene Module zur Messung von Nachhaltigkeit quer durch die gesamte Lieferkette an – für Marken, Produzenten, Handel und Produkte.

Die Ermittlung der Nachhaltigkeit erfolgt innerhalb eines jeden SAC-Moduls mithilfe der Berechnung des modulspezifischen Higg-Indexes. Die Module basieren auf Indikatoren, anhand derer Zulieferer, Hersteller, Marken und Einzelhändler ihre Materialien, Produkte, Anlagen und Prozesse im Hinblick auf Umweltfragen und Produktdesign-Entscheidungen bewerten können. Die Higg-Indizes dienen dazu, dass Entscheidungsfindungsprozesse in der Lieferkette zu besserer Effizienz und Nachhaltigkeitsverträglichkeit führen.

Sympatex bearbeitet das „Environmental Brand Module“ und verpflichtet sich somit zu einer jährlichen Verbesserung dieses Unternehmens-Higg Indexes. Zudem erarbeitet Sympatex für das gesamte Laminatsportfolio den produktspezifischen Higg-Index DDM („Design Development Module“), der Anfang November 2016 lanciert wurde. Weitere Informationen über die Sustainable Apparel Coalition sind hier abrufbar.

Während die Sympatex Membran durch die Kooperation mit ClimatePartner bereits seit 2017 klimaneutral gestellt ist, unterstützt Sympatex auch seine Kunden darin, deren Umweltauswirkungen auf ein unvermeidbares Minimum zu reduzieren. Mithilfe des Sympatex Öko-Kalkulators kann der ökologische Fußabdruck jedes einzelnen Laufmeters bemessen werden. Die unvermeidbaren CO2-Emissionen können Sympatex-Kunden ab sofort über die Unterstützung von Klimaschutzprojekten kompensieren und erhalten dafür ein Zertifikat, welches per QR-Code auf das Label des Fertigprodukts angebracht werden kann. Dabei betrachtet Sympatex die gesamte Prozesskette von der Rohstoffgewinnung bis zur Anlieferung bei unseren Kunden („cradle to customer gate“). Somit ist die Nachvollziehbarkeit für den Verbraucher gegeben und das verbrauchte CO2 neutralisiert. Eine Win-Win Situation für das Unternehmen und den Endverbraucher.

Das Textilbündnis ist eine Multi-Stakeholder-Initiative mit dem Ziel, soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette zu erreichen. Sympatex ist seit Mai 2015 Mitglied des Bündnisses, seit Anfang 2016 unterstützt der Funktionsspezialist über seine Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Review-Prozess das Bündnis bei der Erreichung seiner Ziele.

Um diese Bündnisziele hin zu einer nachhaltigen Textilwertschöpfungskette zu erreichen, erstellt jedes Mitglied jährlich eine Roadmap. Diese enthält Umsetzungsanforderungen, die ein jedes Mitglied für das entsprechende Jahr bearbeitet.