Unsere Kooperationen

Sympatex hat die Entscheidung getroffen, sich erst zufrieden zu geben, wenn Funktionsbekleidung zu 100% aus einem geschlossenen Kreislauf stammt. Das können wir nur gemeinsam schaffen.

Das Sympathy LabTM bietet den Rahmen für diese Zusammenarbeit. Es wurde auf Initiative von Sympatex gegründet – als Start-up mit 30 Jahren Erfahrung. Mit dem Sympathy LabTM haben wir einen Raum für engagierte Partnerschaften geschaffen, um in einem schrittweisen Prozess gemeinsam den Textilkreislauf zu schließen.

Die Textilindustrie ist die zweitschmutzigste Industrie der Welt – sie ist u.a. bereits für 8% gesamten ausgestoßenen CO2 weltweit verantwortlich ist (mehr als der gesamte Schiff- und Flugverkehr zusammen bzw. ungefähr so viel wie die gesamte EU). 83% CO2 erzeugt die Bekleidung, 17% die Schuhindustrie. Bis 2030 wird sich diese Menge verdoppeln, wenn wir nichts ändern.

Die UN ist auf diese Missstände aufmerksam geworden. Am 10. Dezember 2018 wurde daher die „Climate-Charter for Action“ für die Bekleidungsindustrie bei der Weltklimakonferenz COP24 in Polen offiziell vorgestellt. Sie umfasst eine Liste von Minimalzielen, auf die sich Vertreter einer Reihe von großen Bekleidungsmarken unter der Leitung der UN verständigt haben, um die von dieser Industrie verursachten Klimaeinflüsse einzudämmen. Sympatex hat die Charter nicht nur als erstes unterzeichnet, sondern aktiv mitgestaltet. Wir sind überzeugt, dass sich viele große Brands anschließen werden.

Während die Sympatex Membran durch die Kooperation mit ClimatePartner bereits seit 2017 klimaneutral gestellt ist, unterstützt Sympatex auch seine Kunden darin, deren Umweltauswirkungen auf ein unvermeidbares Minimum zu reduzieren. Mithilfe des Sympatex Öko-Kalkulators kann der ökologische Fußabdruck jedes einzelnen Laufmeters bemessen werden. Die unvermeidbaren CO2-Emissionen können Sympatex-Kunden ab sofort über die Unterstützung von Klimaschutzprojekten kompensieren und erhalten dafür ein Zertifikat, welches per QR-Code auf das Label des Fertigprodukts angebracht werden kann. Dabei betrachtet Sympatex die gesamte Prozesskette von der Rohstoffgewinnung bis zur Anlieferung bei unseren Kunden („cradle to customer gate“). Somit ist die Nachvollziehbarkeit für den Verbraucher gegeben und das verbrauchte CO2 neutralisiert. Eine Win-Win Situation für das Unternehmen und den Endverbraucher. Mehr zur Sympatex Klimakompensation unter folgendem Link.

Worn Again Technologies wurde 2005 im Osten Londons mit dem Ziel gegründet, eine zirkuläre Nutzung von Rohmaterialien zu ermöglichen. Heute befindet sich die richtungsweisende Polymer-Recycling-Technologie des Unternehmens in der Entwicklung durch erstklassige Wissenschaftler und strategische Partner mit der gemeinsamen Vision, dieses Ziel möglichst schnell zu erreichen. Worn Again Technologies wird von einflussreichen Marken und Partnern wie H&M und Kering sowie von Business Angel Craig Cohon unterstützt, ehemals Senior Executive bei The Coca Cola Company und Eigentümer des Cirque du Soleil in Russland, der stets unschätzbares Vertrauen in das Potenzial dieser Technologie hatte. Im Dezember 2017 beteiligten sich auch Sulzer Chembach, eines der weltweit größten Chemieunternehmen, der mexikanische Bekleidungshersteller Himes Corporation, der Textilhersteller Directex sowie das Future Tech Lab von Miroslava Duma an dem Unternehmen, um die Technologie bis zur Kommerzialisierung zu bringen.

Worn Again Technologies ist zudem Mitglied der Ellen MacArthur Foundation, Circular Economy 100 sowie Projektpartner für das Fibersort-Projekt der Circle Economy, das eine Technologie entwickelt hat, mit der große Mengen an Textilien nach Gewebetypen sortiert werden können. Im November 2017 wurde Worn Again Technologies zur Teilnahme am Wachstumsprogramm Fashion for Good eingeladen. Seither hat das Unternehmen Zugriff auf ein Netzwerk von Geschäftsberatern und Branchenexperten, das es ihm ermöglicht, die Entwicklung und künftige Einführung seiner revolutionären Polymer-Recycling-Technologie zu beschleunigen.

Sympatex ist Partner von wear2wear. Für diese innovative Industriepartnerschaft haben sich fünf kompetente Partner in Europa zusammengeschlossen und decken den gesamten Recycling-Kreislauf ab. Das nachhaltige wear2wear Konzept ist ein Synonym für hochwertige, verantwortungsvolle Bekleidung. Auf modernsten Produktionsanlagen werden aus Textilfasern von gebrauchten Kleidungsstücken in Europa neue Funktionstextilien produziert. Diese erfüllen je nach Einsatzgebiet hohe Anforderungen wie etwa Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität, Schutz und Komfort. Damit sich der Rohstoffkreislauf wieder schließt, können diese Textilien am Ende ihres Lebenszyklus erneut vollständig recycelt werden. Im Herbst 2017 haben es die Partner geschafft, aus alten Funktionstextilien ein hochwertiges neues Produkt – ein Funktions-Shirt aus upgecycelten Polyesterfasern – zur A+A (Arbeitsschutzmesse) vorzustellen.

„Green Deal“: Schulterschluss zwischen wear2wear und Frankreichs Recycling-Projekt FRIVEP. Gegenstand der Kooperation ist es, weitreichende Synergien zwischen wear2wear und FRIVEP (Filière pour le Réemploi et Recyclage des Vêtements Professionnels) zu entwickeln, um gebrauchte Polyestergewebe werterhaltend zurück in den Textilkreislauf zu bringen. Während der ersten 15-monatigen Pilotphase, welche im Herbst 2018 startete, sammeln die französische Post, die französische Bahn (SNCF), die Stadt Paris sowie die Gendarmerie mehr als 20 Tonnen Bekleidung. Ziel ist es, den größten Teil der textilen Rohstoffe erneut wieder im Funktionsbekleidungsbereich zu verwenden.

Sympatex ist Mitglied der Sustainable Apparel Coalition (SAC). Bereits im Frühjahr 2015 ist Sympatex der SAC beigetreten und hat sich so über 150 globalen Marken, Einzelhändlern und Herstellern sowie Regierungs-, Non-Profit-, Umwelt- und akademischen Organisationen angeschlossen, um sich gemeinsam dafür einzusetzen, die Lieferkette in der Bekleidungs- und Schuhindustrie nachhaltig zu verbessern. Die SAC bietet verschiedene Module zur Messung von Nachhaltigkeit quer durch die gesamte Lieferkette an – für Marken, Produzenten, Handel und Produkte.

Die Ermittlung der Nachhaltigkeit erfolgt innerhalb eines jeden SAC-Moduls mithilfe der Berechnung des modulspezifischen Higg-Indexes. Die Module basieren auf Indikatoren, anhand derer Zulieferer, Hersteller, Marken und Einzelhändler ihre Materialien, Produkte, Anlagen und Prozesse im Hinblick auf Umweltfragen und Produktdesign-Entscheidungen bewerten können. Die Higg-Indizes dienen dazu, dass Entscheidungsfindungsprozesse in der Lieferkette zu besserer Effizienz und Nachhaltigkeitsverträglichkeit führen.

Sympatex bearbeitet das „Brand and Retail Module“ und verpflichtet sich somit zu einer jährlichen Verbesserung dieses Unternehmens-Higg Indexes. Zudem erarbeitet Sympatex für alle Rohwaren den produktspezifischen Higg-Index MSI („Material Sustainability Index“). Weitere Informationen über die Sustainable Apparel Coalition sind hier abrufbar.

In unserer Branche predigt man seit jeher Naturverbundenheit. Forderungen nach einer nachhaltigeren Textilindustrie werden gleichzeitig immer lauter. In den vergangenen Jahren ist vieles vorangetrieben worden – vom Start der Eliminierung von Fluorcarbonen aus der DWR der Obermaterialien über den breiten Ausbau von Recyclingkonzepten, bis hin einer breiten Selbstverpflichtung zum Klimaschutz bei COP24.

Mikroplastik ist die Achillesferse einer zirkulären Outdoor- und Textilbranche: Wir als Industrie sind Teil des weltweiten Mikroplastikproblems und Mitverursacher der menschengemachten Verschmutzung in der Umwelt und den Gewässern – mit noch nicht absehbaren Folgen für Tier und Mensch. Jedoch haben wir bis dato keine eineindeutigen Informationen über die tatsächliche Größe des Problems und noch keine klaren Lösungen entwickelt, damit weder über Abrieb bei der Nutzung, noch über Waschprozesse der Funktionstextilien der Abgang von Mikroplastik in den Wasserkreislauf verhindert werden kann. Als aktueller Vorreiter im Bereich der ökologischen Funktionstextilien möchte Sympatex auch hier zu den ersten in der Branche gehören, die das Thema ernsthaft und zügig vorantreiben. Das Münchner Unternehmen engagiert sich daher in verschiedenen Partnerschaften mit staatlichen und nicht staatlichen Organisationen wie etwa NGOs und Forschungsinstituten, um eine zügige Aufklärung der Ursachen von Mikroplastik insbesondere im textilen Bereich zu erreichen. Dabei geht es speziell auch um die Zielsetzung, mithilfe von Datenerhebungen Lösungsansätze zu gewinnen, um das Entstehen von Mikroplastik künftig direkt an ihrer Quelle zu bekämpfen. Sympatex kooperiert mit Plastic Soup Foundation, PlanetCare, dem italienischen Institut IPCB-CNR und dem Plastic Leak Project, einer Initiative der Unternehmensberatung Quantis und EA.

Die 2003 gegründete European Outdoor Group hat sich zu einer hochkarätigen, dynamischen Organisation entwickelt, die die Outdoor-Branche repräsentiert. Die European Outdoor Group wurde ursprünglich von 19 der weltweit größten Outdoor-Unternehmen gegründet, welche die Notwendigkeit eines kohärenten, grenzüberschreitenden Konzepts für die Vertretung des Outdoor-Sektors anerkannten. Sympatex ist der EOG im Jahr 2018 beigetreten.

Sympatex ist Mitglied von Textile Exchange, einer globalen Organisation, die eng mit Mitgliedern zusammenarbeitet, um den Wandel der Branche bei bevorzugten Fasern, Integrität und Standards sowie verantwortungsvollen Versorgungsnetzwerken voranzutreiben. Textile Exchange identifiziert und teilt “Best Practices“ in Bezug auf Landwirtschaft, Material, Verarbeitung, Rückverfolgbarkeit und das Ende des Produktlebenszyklus, um die Auswirkungen der Textilindustrie auf Wasser, Boden, Luft und die Weltbevölkerung zu reduzieren.

Das Textilbündnis ist eine Multi-Stakeholder-Initiative mit dem Ziel, soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette zu erreichen.

Um diese Bündnisziele hin zu einer nachhaltigen Textilwertschöpfungskette zu erreichen, erstellt jedes Mitglied jährlich eine Roadmap. Diese enthält Umsetzungsanforderungen, die ein jedes Mitglied für das entsprechende Jahr bearbeitet.